BIOABFÄLLE – Tipps zur Entsorgung
Entsorgen Sie Ihre Bioabfälle über die Biotonne, sind Sie auf der sicheren Seite: Die Abfälle werden in einer Kompostanlage verwertet. Der Kompost wird wieder verwertet und ersetzt eine erhebliche Menge chemischen Düngers.
Tipps zur Biotonne
Stellen Sie die Biotonne an einem schattigen Platz auf. Geben Sie zuerst einige Lagen Zeitungspapier oder groben Reißig in die Tonne. Pressen Sie die Abfälle nicht hinein. So lässt sich die Tonne besser leeren.
Wickeln Sie feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier ein. Das verhindert das Festfrieren im Winter und übermäßige Geruchsbildung im Sommer. Auch Fleisch- und Fischreste sollten Sie in Zeitungspapier einwickeln. So hindern Sie Fliegen an der Eiablage. Geben Sie feuchte und trockene Abfälle abwechselnd in die Tonne. Damit vermeiden Sie Fäulnis.
Auf die Biotonne verzichten kann nur, wer die Bioabfälle auf seinem eigenen Grundstück kompostieren kann. Der Kompost, der dabei entsteht, darf ebenfalls nur auf dem eigenen Grundstück verwendet werden.
Zuviel für die Tonne?
Was nicht in die Tonne passt und nicht selbst kompostiert werden kann, bringen Sie bitte kostenpflichtig zum Grüngutsammelplatz. Dabei können Sie Einzelstücke wie Schnittholz bis maximal 10 cm Durchmesser lose anliefern. Sonstiges Grüngut geben Sie lose oder in Papiersäcken ab, die Sie zuvor gekauft haben. Die Papiersäcke werden bei der Entsorgung der Biotonnen nicht mitgenommen.
Verkaufsstellen für Papiersäcke:
alle kommunalen Grüngutplätze
Landratsamt Bautzen, Bürgeramt
Hoyerswerda Landhandels- und Dienste GmbH
Selbst anliefern
Wo können Sie Altpapier, Elektro-Altgeräte, Grüngut und andere Abfälle selbst anliefern?
Selbst ist der Gärtner: Eigenkompostierung im Privat-Garten ist erlaubt
Wer einen eigenen Garten hat, kann seine Bioabfälle auch dort kompostieren. Bitte beachten Sie dabei diese Tipps:
auf ausreichend Platz zum Nachbarn achten
schattigen Platz wählen
Platz nicht in Senken wählen
Boden nach unten offen lassen
abwechselnd trockene und nasse, grobe und feine Gartenabfälle aufschichten
Was gehört nicht auf den Komposthaufen?
Gekochte Küchenabfälle (die gehören in die Biotonne oder in einen geschlossenen Komposter)
kranke Pflanzen
Den Humus aus Ihrem Komposthaufen müssen Sie ausschließlich im eigenen Garten verwenden.
Nicht gestattet: Verbrennen oder im Wald entsorgen
Bioabfälle - auch Grasschnitt oder Laub aus dem Garten - haben im Wald nichts zu suchen: Wälder sind nährstoffarme Standorte. Wird der Waldboden mit Stickstoff aus Gartenabfällen angereichert, wachsen die Bäume zu schnell und wurzeln zu flach. Sie werden anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und Windwurf.
Abfälle aus dem Garten bringen auch Samen von Pflanzen in den Wald, die dort nichts zu suchen haben. Am meisten Schaden entsteht, wenn es sich dabei um den Samen sogenannter Neophyten handelt. Das sind Pflanzen, die in unseren Breiten nicht zuhause sind. Deshalb fehlen hier die natürlichen Gegenspieler und so verdrängen die Neophyten die heimischen Pflanzen.
Was gehört zu Gartenabfällen?
Rasenschnitt und gemähtes Gras
Laub und Nadeln von Bäumen und Sträuchern
Heckenschnitt sowie Schnittgut von Sträuchern und Büschen
Äste, Zweige und Astholz (je nach Entsorger bis zu einem bestimmten Durchmesser, meist 15 bis 25 cm)
Pflanzenreste, Blumen und Stauden (verwelkt oder abgeschnitten)
Unkraut und Grasnarben
Gartenabfälle dürfen auch entgegen der landläufigen Meinung nicht offen verbrannt werden!
Weitere Hinweise finden Sie auch unter Abfallentsorgung - Landkreis Bautzen